• 10_kindergarten_aussen.jpg
  • 20_kindergarten_aussen2.jpg

Ein Tag im Kindergarten

Das Leben in unserem Kindergarten kann verglichen werden mit dem Leben und Arbeiten in einer Großfamilie. Wir Erzieher achten auf den rhythmisch gegliederten und geregelten Tagesablauf, der sowohl Haus- und Pflegearbeit als auch künstlerische und handwerkliche Betätigung enthält. Dazu kommen Tätigkeiten, die zu bestimmten Jahreszeiten als Vorbereitung für die anstehenden Feste dienen.

Beispielhaft soll hier nur ein normaler Tagesablauf dargestellt werden:

Bevor die Kinder am Morgen in den Kindergarten kommen, bereiten die Mitarbeiter das Freispiel und die eigene Tätigkeit vor. Die Kinder können gleich nach dem Begrüßen mit dem Spiel beginnen oder sich den Arbeiten der Erwachsenen zugesellen. Im Spiel folgen die Kinder ihren eigenen Spielimpulsen. In kleinen Gruppen finden sie sich zusammen: in der Puppen- oder Bauecke, im Kaufladen, beim Bauen von Häusern, Schiffen, Autos oder Flugzeugen. Die jüngeren Kinder spielen eher für sich oder werden von den älteren Kindern in ihr Spiel einbezogen, z.B. als Fahrgäste im Zug, als Zuschauer im Zirkus, als Patienten beim Arzt oder als Kunden beim Friseur. Manche Kinder setzen sich auch erst einmal zum Erwachsenen und schauen zu, ehe sie selbst ein Spiel beginnen.

Am Ende dieser Freispielzeit räumen zunächst die Erwachsenen ihren Arbeitsplatz auf. Damit wird das allgemeine Aufräumen eingeleitet, an dem die Kinder sich je nach Alter unterschiedlich beteiligen. Am Ende des Aufräumens decken einige Kinder schon den Frühstückstisch. Doch bevor wir frühstücken, versammeln wir uns zu unserem Reigen.
Verse und Lieder, die das Jahreszeitengeschehen begleiten, sind Inhalt dieser Reigen. Danach gehen wir zur Toilette und waschen uns die Hände.

Mit einem Lied und einem Tischspruch beginnen wir gemeinsam unser Kindergartenfrühstück. Wir essen das während der Freispielzeit Zubereitete. Der Speiseplan wiederholt sich wöchentlich. Dabei legen wir Wert auf Vollwerternährung und Obst oder Gemüse der Jahreszeit entsprechend.

Anschließend steht die Zeit zum zweiten Freispiel zur Verfügung. Wir gehen in den Garten oder, bei ungünstigem Wetter, spazieren.
Im Garten können die Kinder z.B. im Sand spielen, schaukeln, Stelzen laufen, Seil springen, klettern, Leiterwagen fahren oder bei der Gartenarbeit mithelfen.
Wenn dann im Garten alles wieder weggeräumt ist, die Schuhe gewechselt und die Hände gewaschen sind, finden sich alle Kinder im Abschlusskreis zusammen. Die Kinder lauschen einem Märchen oder einer Geschichte, bevor sie dann von uns verabschiedet und von den Eltern abgeholt werden.

Unser Tagesablauf ist in verschiedene Phasen gegliedert. Freies Spiel und geführtes Spiel wechseln sich ab. Im freien Spiel folgen die Kinder ihren eigenen Impulsen, ahmen Erlebtes nach. Bei den rhythmischen Spielen und dem Märchen finden sich die Kinder ein im gemeinsamen Tun. Entsprechend dem Alter und den Fähigkeiten der Kinder ist das freie Spiel zeitlich viel länger als das gemeinsame Tun.

Innerhalb der Woche haben verschiedene künstlerische Tätigkeiten ihren festen Platz.
Indem sich Tages- und Wochenrhythmus stets in ähnlicher Weise wiederholen, erfährt das Kind Sicherheit und bekommt Vertrauen in seine Umgebung.

Anmeldung Intranet

Ist ein Waldorfkindergarten das Richtige für mein Kind?

Ist Waldorfpädagogik irgend ein reformpädagogisches Konzept?

Was ist das Besondere an einem Waldorfkindergarten?