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Unsere Schule

Vor etwa dreißig Jahren war es eine Initiative von Eltern, die unsere Haller Waldorfschule ins Leben rief. Nun ist sie seit langem schon als voll ausgebaute Schule mit etwa 500 Schülern aus den Bildungsangeboten der Stadt nicht mehr wegzudenken.


Mitgestaltung durch die Eltern

Noch immer gestalten die Eltern als Mitglieder im Schulverein, in ehrenamtlicher Tätigkeit oder in alltäglicher Erziehungspartnerschaft mit dem Kollegium das Leben in Kinderkrippe, Kindergarten und Schule entscheidend mit – solange und soweit es ihren Wünschen und ihren Möglichkeiten entspricht. 

Auch finanziell beteiligen sich die Eltern als „Mitunternehmer“ an der Aufgabe des Vereins, für ihre Kinder einen anregenden Ort für eine unbedrängte Entwicklung und ein lebendiges Lernen zu schaffen. Der Familienbeitrag orientiert sich dabei an den finanziellen Möglichkeiten der Elternhäuser und es wird prinzipiell kein Kind aus finanziellen Gründen vom Besuch der Schule ausgeschlossen.


Ein idyllischer Ort zum Leben und Lernen

Auf dem weitläufigen Gelände eines ehemaligen Hofgutes bietet ein reizvolles Ensemble aus historischen, zum Teil denkmalgeschützten Gebäuden und im ländlichen Stil sich einfügenden  Neubauten einen idyllischen Rahmen für das Leben und Lernen in der Schulgemeinschaft.


Sämtliche staatlichen Abschlüsse können erreicht werden

In der Schule können sämtliche staatlichen Abschlüsse erreicht werden. Mittlere Reife (Realschulabschluss) und Fachhochschulreife in der Klasse 12, das Abitur in der Klasse 13. Auch der Hauptschulabschluss kann erworben werden, wenn ein Schüler die Schule vor Erreichen eines anderen Abschlusses verlassen will.
Wie wir aus jahrelanger Erfahrung wissen, werden unsere Schüler den Anforderungen der staatlichen Prüfungen, die den Zugang zu weiteren Ausbildungseinrichtungen sichern, ohne Schwierigkeiten und mit guten Ergebnissen gerecht.


Das pädagogische Anliegen

Dies zu erreichen ist aber für uns als Waldorfschule nicht Haupt- und Selbstzweck, zu dem die Schüler etwa durch frühzeitig gesetzte konkurrenzielle Anreize, Leistungsauslese und Sanktionen wie das „Sitzenbleiben“ hingetrieben werden sollten, sondern es ist ein erwünschter „Nebeneffekt“ in einem Bildungsgang, mit dem wir die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit des Schülers mit seinen geistigen, seelischen und körperlichen Vermögen fördern wollen.
Die entscheidende Grundlage für die Förderung des individuellen Bildungs- und Entwicklungsweges sehen wir in der gelungenen persönlichen Beziehung zwischen den Kindern und den Erzieherinnen, den Schülern und den Lehrerinnen und Lehrern. Einen knappen Ausdruck für das, was von Seiten der Erwachsenen in diese Beziehung einzubringen ist, gibt eine berühmte „Formel“ der Waldorfpädagogik:
„Das Kind in Ehrfurcht aufnehmen
In Liebe Erziehen
In Freiheit entlassen.“


Ein qualifiziertes Kollegium

Wir sind froh, dass sich über die Jahre an unserer Schule ein fachlich sehr qualifiziertes, pädagogisch erfahrenes und hoch motiviertes Kollegium zusammengefunden hat, das die in dieser Formel genannten Ansprüche im pädagogischen Alltag zu verwirklichen sucht, und dass es uns gelingt für dieses Kollegium immer wieder junge, engagierte KollegInnen zu gewinnen, die das Gewachsene forttragen und neu befruchten.


Besonderheiten der Waldorfschule

Hilfreich sind dafür eine Reihe, teilweise recht bekannter „äußerer“ Eigenarten der Waldorfschule: die besondere Beziehungsgrundlage, die mit der von der ersten bis zur achten Klasse andauernden Betreuung durch eine/n KlassenlehrerIn als zentrale Bezugsperson gegeben ist; die Unterrichtsform des „Hauptunterrichts“, mit dem der Schultag beginnt und in dem jeweils über mehrere Wochen hinweg ein bestimmtes Fach oder Thema vertiefend behandelt wird; der umfangreiche Unterricht in künstlerischen und handwerklichen Fächern, darunter auch in der besonderen Bewegungskunst der Eurythmie; die jährlichen Praktika in den Klassen 9-11, die die Schüler mit Forst- und Landwirtschaft und mit den sozialen Berufen vertraut machen und dabei gelegentlich auch in ferne Länder führen …


Eine zeitgemäße Bildungskonzeption

Viele der Eigenarten der Waldorfschule, darunter etwa auch der Fremdsprachenunterricht ab der ersten Klasse und das grundlegende Konzept einer allgemeinbildenden Gesamtschule wurden und werden gerade heute wieder von staatlichen Schulen und anderen Schulen in freier Trägerschaft in Teilen übernommen. Das ist für uns eine zusätzliche und erfreuliche Bestätigung dafür, mit der Waldorfpädagogik eine sinnvolle und zeitgemäße Bildungskonzeption zu verfolgen. Es ist auch ein Ansporn diese Pädagogik so weiterzutragen und weiter zu entwickeln, dass sie den Kindern und Jugendlichen in einer sich wandelnden Gegenwart stets aufs Neue gerecht wird.