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Schulrat

Der Schulrat, das jüngste Gremium des Vereins, ist nach einer einjährigen Probephase seit  Sommer 2008 offizielles Satzungsorgan. Er setzt sich aus gewählten Vertretern jeder Klasse, des Kindergartens und der Kinderkrippe, aus Mitgliedern der Schulführungskonferenz, aus dem Vorstand, aus Mitgliedern des Geschäftsführungsteams und aus zwei Schülervertretern der SMV zusammen. Er tagt monatlich und ist ein Art Schulparlament, das der Schulgemeinschaft die Chance bietet, eine erweiterte Zusammenarbeits-, Verantwortungs- und Entscheidungskultur zwischen Eltern, Mitarbeitern und Schülern zu entwickeln und zu gestalten.

In der Satzung der Freien Waldorfschule wird der Schulrat und seine Aufgaben wie folgt beschrieben:

  1. Der Schulrat setzt sich aus Eltern, Lehrern, Vorstandsmitgliedern, Mitarbeitern der Verwaltung und des Kindergartens/Kinderkrippe, Vertretern der Schülermitverwaltung und Mitgliedern der Geschäftsführung zusammen. Die Maximalzahl der Mitglieder beträgt 69, die Mindestzahl 22. Die Zusammensetzung ist: Eltern max. 40 mind. 7, Lehrer max. 16 mind. 4, Verwaltung 1, Kindergarten/-krippe max. 2 mind. 1, Vorstand 6, Schülermitverwaltung max. 2 mind. 1 und Geschäftsführung 2 Mitglieder. Jede der vorgenannten Parteien wählt aus ihrer Mitte die Schulratsmitglieder. Die Eltern jeder Klasse und Kindergartengruppe/ Kinderkrippe sollen aus ihrer Mitte mindestens ein Schulratsmitglied wählen. Die Vertreter der Schülermitverantwortung wirken nach Maßgabe der Geschäftsordnung des Schulrats mit.  Der Schulrat wird auf 2 Jahre gewählt. Scheidet ein Mitglied aus, ist die entsendende Partei berechtigt ein Ersatzmitglied zu wählen. Der Schulrat gibt sich eine Wahlordnung und eine Geschäftsordnung in der die Einzelheiten des Wahlverfahrens und der Zusammenarbeit geregelt werden.

  2. Der Schulrat ist Ansprechpartner für alle Mitglieder des Vereins, sofern die Angelegenheit nicht in die Zuständigkeit eines anderen Satzungsorgans fällt. Der Schulrat nimmt das Controlling des Haushalts nach dem 2./ 3. und 4. Quartal vor. Er erarbeitet für die Vorstandswahl eine Wahlordnung, erstellt die Wahlvorschlagsliste und führt die Wahl durch. Der Schulrat sucht aus dem Kreis der Eltern geeignete Kandidaten und nimmt die Kandidatenvorschläge des Kollegiums entgegen.

  3. Vorstand, Lehrerkollegium und Geschäftsführung bedürfen zu geplanten Maßnahmen, die zu einer Änderung oder Abweichung des von der Mitgliederversammlung beschlossenen Haushaltsplans und oder des pädagogisch gesellschaftlichen Rahmenkonzepts führen der vorherigen Zustimmung des Schulrats. Als Änderung oder Abweichung gilt jede Entscheidung, die zu einer betragsmäßigen Erhöhung einzelner vorhandener Positionen des Haushaltsplans oder zur Aufnahme neuer Haushaltspositionen führen - oder in sonstiger Weise bilanzielle Auswirkungen haben würde, sofern durch einzelne oder mehrere Änderungen oder Abweichungen sich die Gesamtsumme des Haushalts um 30.000,- € erhöhen wird oder in dieser Größenordnung eine bilanzielle Auswirkung zu erwarten ist. Darüber hinaus sind nachstehende Angelegenheiten zustimmungspflichtig:

    • Erwerb, Veräußerung und Belastung von Grundstücken und Gebäuden,

    • Errichtung von Gebäuden, Durchführung von Umbauten

    • außerordentliche Beendigung von Schulverträgen,

    • wesentliche oder grundlegende Strukturveränderungen im pädagogischen Bereich, die zu einer Mehrbelastung des Haushalts oder einer Änderung der schulischen Leistungen oder des schulischen Zusammenlebens führen (z.B. Einführung einer Ganztagesschule, Einführung von Förderklassen, Einführung von verkürzten Abschlüssen, Fächerangebote, Festlegung der Oberstufenabschlüsse, Samstagsunterricht, Rauchen auf dem Schulgelände, Früheinschulung).

  4. Der Schulrat kann Angelegenheiten, die seiner Zustimmung bedürfen, wegen nachhaltiger oder schwerwiegender Auswirkungen für den Verein oder die Schulstruktur der Mitgliederversammlung zur Entscheidung vorlegen.

  5. Vorstand, Lehrerkollegium und Geschäftsführung können dem Schulrat jederzeit weitere Angelegenheiten zur Zustimmung, Genehmigung oder Anhörung vorlegen. Der Schulrat kann sich dieser Angelegenheiten annehmen; Beschlüsse oder sonstige Erklärungen dazu entbinden aber die anfragenden Gremien nicht von ihrer vereinsrechtlichen Verantwortung.

  6. Vorstand, Lehrerkollegium, Geschäftsführung, Schülermitverantwortung und Schulrat werden zum Wohle des Vereins vertrauensvoll zusammenarbeiten und sich gegenseitig über alle laufenden Angelegenheiten in ihrem Zuständigkeitsbereich informieren. Die Informationspflicht entfällt, wenn durch die Verlautbarung im Schulrat dem Verein ein Schaden erwachsen könnte. Dessen ungeachtet ist der Schulrat zur Anhörung hinsichtlich des Haushalts- und Liquiditätsplan, des Jahresabschlusses, des Entwurfs des pädagogisch-gesellschaftlichen Rahmenkonzepts, des Rechenschaftsberichts gemäß § 6 Abs. 3 der Satzung berechtigt. 

  7. Der Schulrat strebt Einmütigkeit, d.h. ohne Gegenstimme bei seinen Entscheidungen an. Bei Uneinmütigkeit wird abgestimmt. Das Mehrheitserfordernis ist in der Geschäftsordnung geregelt. Er ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte aller Mitglieder anwesend sind. Bei Stimmengleichheit muss die Abstimmung unmittelbar danach einmal wiederholt werden. Ergibt sich wiederum Stimmengleichheit, gilt der Antrag als abgelehnt.

  8. Der Schulrat ist befugt, Aufgaben auf einzelne Mitglieder des Schulrates zu delegieren und Berater hinzuzuziehen, sofern die Finanzierung geregelt ist.